Was tut sich in unseren Naturoasen? Was gibt es Neues von der Stiftung?
Hier berichten wir laufend über Aktionen, Entwicklungen und Beobachtungen:
Bickensohl, 05.09.2026
Goldrutenmahd
Zur zweiten diesjährigen Mahd der ehemaligen Obstwiese im „Deglebuch“ (Oase Bickensohl) mussten wir uns die Zufahrt zuerst freisägen. Bei der Aktion mit Freischneidern und Heugabeln, mit der wir die massiv ausgebreitete Goldrute allmählich zurückdrängen, waren wir diesmal zu viert und konnte so das angefallene Mahdgut noch vollständig von der Fläche räumen. Zweimal im Jahr wird klar: Die Wiese kommt nur langsam zurück, aber sie kommt zurück.
Unadingen, August/September 2026
Tote Riesen aufarbeiten
Brennholz oder Totholz? Bei den schon länger abgestorbenen hohen Fichten in der Oase Unadingen ist es sicherer, das unvermeidliche Fallen dieser sehr starken Bäume nicht dem Zufall zu überlassen. Um die Gefährdung für Besucher/-innen der Oase und für die rundum gepflanzten Jungbäume zu verringern, haben die Löffinger Aktiven die Bäume gezielt gefällt und als – bestens vorgetrocknetes – Brennholz entfernt. Fortlaufend kommt die Fällung weiterer abgestorbener „Käferbäume“ dazu.
Bickensohl, 27./29.08.2026
Brombeergemetzel
Die Brombeeren sind gerade – früher als in anderen Jahren – dabei, sich mit ihren mehrere Meter langen neuen Ausläufern wieder festzuwurzeln und sich damit flächenmäßig stark auszubreiten. Auf dem „Judenacker“ in der Oase Bickensohl war es höchste Zeit, mit Freischneider und von Hand anzugreifen. Neben dem Kappen der Haupttriebe wird versucht, die langen Ausläufer – wo immer möglich – noch vor dem Festwachsen zu ziehen.
Lausheim, 15.08.2026
Gießaktion
Den Wald gießen? Bei den jungen Bäumen, die wir in den letzten beiden Jahren gesetzt haben und die noch nicht tief genug wurzeln, kann es sich lohnen, eine so extreme Durststrecke wie die diesjährige zu überbrücken. In der Oase Lausheim haben wir zu viert Wasser gegeben, mit Gießkannen und Kanistern. Den Weg zu den Bäumchen mussten wir uns zuerst freiräumen. Einige Bäumchen waren bereits abgestorben, aber die meisten eben nur sehr durstig. Auch uns machte die Gießaktion, die sich bis in die Mittagshitze zog, ausgesprochen durstig.
Unadingen, 14.08.2026
Waldschäden durch Trockenheit
Die gegenwärtige historische Hitze- und Trockenheitsphase beeinträchtigt nicht mehr nur die Jungpflanzen, sondern auch große Bäume und etablierte Wälder. Auch dem Fichtenwald in der Oase Unadingen setzt der Wassermangel massiv zu. Bereits nach einer guten Woche standen hier sechs weitere hohe Fichten zur Entfernung an. Die Löffinger Aktiven haben heute schon um 06:30 Uhr mit dem Einsatz angefangen, so dass sie noch vor der zu erwartenden Mittagshitze fertig wurden. Richtig rangeklotzt eben!
Unadingen, 04.08.2026
Fichten fällen und schälen
Weitere Fichten waren in der Oase Unadingen vom Borkenkäfer befallen. Mit erfahrener Verstärkung hat das Löffinger Team diese Bäume gefällt und die Stämme entweder gleich in Stücken abtransportiert oder geschält. Das Schälen macht die Brut des Käfers unter der Rinde unmöglich, so dass dieses Holz auch im Wald verbleiben kann. Der Blick unter die Rinde zeigte, dass die Stämme sämtlich befallen waren, die Käfer sich aber noch in einem frühen Vermehrungsstadium befanden. Gute Arbeit zur rechten Zeit!
Huttingen, 02.08.2026
Neue Nistkästen und Gießaktion
Drei der zuletzt gespendeten Eigenbau-Nistkästen haben in der Oase Huttingen einen guten Platz gefunden, so dass wir auf noch mehr Bruterfolge hoffen. Wir haben den Besuch dort genutzt, um zu gießen: Die im Wald und auf der Gehölzinsel gepflanzten Bäumchen sind durch die anhaltende Hitze und Trockenheit an ihre absolute Grenze gekommen. Die Aktion war durch Hitze und aggressive Hornissen etwas erschwert, kam aber für die meisten Bäumchen gerade noch zur rechten Zeit.
Unadingen, 31.07.2026
Käferjagd
Auch in diesem heißen Sommer arbeitet sich der Borkenkäfer weiter durch die Fichten in der Oase Unadingen voran. Das Timing der Baumentfernung ist wichtig, um dem Ausschwärmen einer neuen Käfergeneration zuvorzukommen. Gleichzeitig müssen wir Baumfällungen auf die Wiese mit der Mahd abstimmen. Die Löffinger Aktiven haben heute mehrere befallene Fichten gefällt und aus dem Wald entfernt. Die Tag für Tag hohen Temperaturen beschränken die Arbeit auf den frühen Morgen.
Unadingen, 24.06.2026
Neupflanzungen und Rückeweg freischneiden
In der Oase Unadingen haben die Löffinger Aktiven den Rückeweg mit dem Rasentraktor gemäht und damit befahrbar gehalten. Die letzten Neupflanzungen, noch in der ersten Wachstumsperiode seit Pflanzung, wurden von erstickendem Begleitwuchs, vor allem Brennnessel, freigeschnitten. Der Arbeitsbeginn bei den gegenwärtigen Extremtemperaturen liegt bei 06:15 Uhr; später hält man es in der prallen Sonne nicht mehr aus.
Bochingen, 05./06.06.2026
Tannen und Fichten lichten
Eine Fortsetzungsaktion in der Oase Bochingen, bei der die Kettensägen wieder warmlaufen: Der in mehreren Bereichen natürlich nachkommende Jungwald aus Fichten und Tannen profitiert von weiterer Auslichtung. Unterhalb der Landesstraße bauen wir zur vorausschauenden Verkehrssicherung einen 20 Meter breiten Waldstreifen zu einem Laub-Mischwald um. Hier entfernen wir die nachkommenden Fichten und Tannen und reduzieren damit die spätere Anfälligkeit gegen Borkenkäfer.
Bickensohl, 28.05.2026
Mulchaktion auf der Rebterrasse
Die ehemalige Rebfläche auf dem „Burstenbuck“ entwickelt sich allmählich zur Obstwiese. Um invasive Neophyten, insbesondere Goldrute und Berufkraut, an der Ausbreitung zu hindern, haben wir die Ebene vor deren Blüte mit tatkräftiger und maschineller Unterstützung gemulcht. Nach längerer Trockenheit eine staubige Angelegenheit! Reste der alten Rebanlage, hier ein Konvolut aus Kunststoffdraht, treten bei solchen Gelegenheiten immer wieder zutage.
Lausheim, 27.05.2026
Waldpflegeaktion als „CleanUp Day“
Mit der Firma Gattefossé Deutschland aus Eschbach haben wir deren jährlichen „CleanUp Day“ als Waldpflegeaktion in der Oase Lausheim gestaltet. Neun Mitarbeiter/-innen der Firma, unterstützt von sechs Aktiven der Stiftung, haben entschlossen gegen die Massen von Waldrebe zugepackt, die das natürliche Waldwachstum in einigen Bereichen massiv behindern. Die sehr erfolgreiche Aktion und die gute Zusammenarbeit haben wieder einmal allen Spaß gemacht – daran konnte auch der abschließende Gewitterschauer nichts ändern.
Todtnau, 19.05.2026
Nistkastenspende
Aufmerksam geworden durch den jüngsten Bericht in der Badischen Zeitung über die Stiftung Natur Zuerst und speziell die Oase Enkenstein (BZ-Artikel), spendete ein einschlägig erfahrener Naturfreund aus Todtnau sieben Vogelnistkästen und zwei Fledermauskästen, die wir in den Oasen Huttingen, Lausheim und Bickensohl anbringen werden. Der Spender hatte die Kästen selbst aus Restholz gefertigt, und die Bauweise lässt einige Erfahrung im praktischen Naturschutz erkennen.
Unadingen, 24.03.-13.05.2026
Die letzten Stämme Sturmholz
Eine Unmenge „Sturmholz“, vom Wind geworfene hohe Fichtenstämme, war vom Winter her aufzuarbeiten, und seit Ende Februar waren wir immer wieder dran. In mehreren Aktionen hat unser Löffinger Team in den letzten Wochen noch eine beträchtliche Menge liegender Stämme zersägt und abtransportiert. Teilweise wurde das Stammholz auch geschält, so dass es gefahrlos im Wald verbleiben kann. Am 13.05.2026 konnten wir die Aufarbeitung abschließen. Dies ist freilich nur eine Momentaufnahme, denn nach dem Sturm ist vor dem Sturm.
Bickensohl, 09.05.2026
Wiese statt Goldrute
Zweimal jährlich mähen wir die einstige Obstwiese im „Deglebuch“ in der Oase Bickensohl. Der Bestand an Goldrute, der vor einigen Jahren diese Wiese vollständig eingenommen hatte, geht inzwischen stark zurück, und die Wiese sieht allmählich wieder wie eine Wiese aus. Nach der Mahd mit dem Freischneider haben wir noch die Solitärbäume hochgeastet und in ihrer Anzahl reduziert. Alles bei herrlichem Frühjahrs-Arbeitswetter!
Zell im Wiesental, 25.04.2026
Aktiventreffen
Unter dem Motto „Perspektiven für die Naturoasen“ hat sich heute eine Kerngruppe der Aktiven im „Löwen“ in Zell i.W. zu einem ersten Workshop getroffen. Nach einem Überblicksreferat des Vorstands über die Naturoasen und die Stiftung haben wir gemeinsam an Strukturen gearbeitet, die unser Wirken in den Naturoasen besser zu koordinieren helfen und den Kreis der Aktiven allmählich vergrößern sollen. Eine hochmotivierte Elf, ein überaus konstruktiver Austausch und ein toller Auftakt!
Bochingen, 07./08.04.2026
Auslichten für einen gesunden Mischwald
Waldpflege in der Oase Bochingen bedeutet immer wieder: Sägen, sägen, sägen. In einer zweitägigen Aktion bei voller Frühlingssonne haben wir den Fichten-Tannen-Jungwald weiter aufgelichtet. Die bereichsweise eingebrachten Spitzahorne, Winterlinden und Flatterulmen sind alle gut angewachsen und bereichern die Baumartenvielfalt. Unterhalb der Landesstraße nehmen wir fortlaufend halbwüchsige Nadelbäume heraus, um diesen Streifen allmählich zu einem stabilen Laub-Mischwald zu entwickeln.
Freiburg, 25.03.2026
Vorträge „Lebendige Landschaften gestalten“
Mit dem Untertitel „Wie Agroforstsysteme und Naturoasen die natürliche Vielfalt erhalten“ wurden heute zwei Vorträge zu einem kurzweiligen und informativen Abend kombiniert. Im Rahmen der Vortragsreihe „Mensch und Schöpfung“ der Katholischen Akademie Freiburg und der Musella-Stiftung für eine sozial-ökologische Zukunft referierten Dr. Christopher Morhart zum Thema „Biologische Vielfalt durch Agrofostsysteme“ und Dr. Wolfgang Ambach, der die einzelnen Naturoasen der Stiftung Natur Zuerst und ihren Wert für die Artenvielfalt vorstellte.
Vortragsaufzeichnung der Katholischen Akademie
Bickensohl, 13.03./16.03.2026
Böschungspflege (3)
In der Oase Bickensohl war auf dem „Burstenbuck“ noch das Schnittgut von der letzten Böschungs-Freischneideaktion der Wintersaison zu entfernen. Das feinere Schnittgut haben wir überwiegend dem Feuer übergeben, das wir auf der unteren Nachbarterrasse machen durften. Das restliche Material wurde zu einem weiteren Totholzhaufen aufgeschichtet, der demnächst noch um die dicken, noch zwischengelagerten Stammstücke bereichert werden soll.
Lausheim, 15.03.2026
Lianen kappen, Jungwald pflegen
Große Geflechte aus Waldrebe haben in der Oase Lausheim inzwischen Teile des natürlich nachkommenden Waldes erobert und ziehen sich bis über die Baumwipfel. Heute haben wir in einigen besonders betroffenen Bereichen angegriffen, die Lianen gekappt und heruntergezogen. In gleicher Aktion haben wir den Jungwald weiter ausgelichtet, Neupflanzungen freigestellt und, wie meistens, einige Wuchshüllen dieser Bäumchen repariert.
Unadingen, 27.02./10.03.2026
Sturmholz aufarbeiten
Die Stürme im Spätjahr 2025 hatten in der Oase Unadingen einige weitere hohe Fichten zu Fall gebracht. Jetzt wird es Zeit, das Stammholz aufzuarbeiten, bevor es dem Borkenkäfer im Frühjahr zur ersten Vermehrung in der neuen Saison dienen kann. Unser eingespieltes Team aus Vaihingen hat Ende Februar den Anfang gemacht, mehrere Stämme aufgearbeitet und als Brennholz abtransportiert. Auch am 10.03. hatten wir bestes Arbeitswetter zum Fortsetzen der umfangreichen Aktion.
Ehrenstetten, 28.02.2026
Waldrandpflege
Der malerische Waldrand der Oase Ehrenstetten braucht für seine ökologische Gestaltung regelmäßige Pflege. Von der laufend nachwachsenden Strauchschicht werden jedes Jahr einzelne Abschnitte von mehreren Metern Länge „auf den Stock gesetzt“, so dass wieder ein gebuchteter Saum entsteht Heute haben wir zusätzlich an der unteren Waldecke einer sehr dicht gewachsenen Gruppe von Wildkirsche und Feldahorn durch Auslichten zu gesünderem Wuchs verholfen.
Bickensohl, 20.02.2026
Kirschbäume auslichten
Einige der alten Kirschbäume auf dem „Judenacker“ in der Oase Bickensohl waren längst von den wilden Kirschbäumen im Wuchs überholt worden, die in ihrer Stammnähe aufgegangen waren. Heute haben wir ausgelichtet: Wo die alten veredelten Bäume noch vital waren, haben wir zu ihrer Entlastung umgebende Wildkirschen gefällt. Da die Fläche abgemagert werden soll, verbleibt nur ein Teil des aufgearbeiteten Holzes als Totholz auf der Fläche; der Rest wird Brennholz oder vor Ort verbrannt.
Bickensohl, 14.02.2026
Böschungspflege (2)
Heute gab es kalten Nordwind mit leichtem Regen bei unserer Aktion auf dem „Burstenbuck“. Motorsäge und Freischneider laufen auch bei Regen, und auch das Feuer, mit dem wir das Schnittgut gleich vor Ort entsorgen, brennt nach etwas Zureden. Einige größere Nussbäume kommen bei kunstgerechter, leicht schräger Fällung genau zwischen zwei Rebfeldern zu liegen. Die Akku-Heckenschere erwies sich auf der Böschung als optimal zum flächigen Entfernen von Waldrebe.
Bickensohl, 07.02.2026
Nistkasten- und Gehölzaktion
Auf dem „Judenacker“ in der Oase Bickensohl haben wir die Nistkästen gereinigt: In einem der beiden Wiedehopfkästen hatte letztes Jahr der Star gebrütet; der andere war unbelegt. Von den anderen zehn Nistkästen waren acht zur Brut genutzt worden. In gleicher Aktion haben wir die wild aufgegangenen Nussbäume durch zwei Fällungen weiter reduziert. Von einigen Haselnuss-Sträuchern, die dabei gestreift wurden, wurden ganze Wolken von Blütenstaub aufgewirbelt – nichts für Allergiker!
Bickensohl, 31.01.2026
Böschungspflege (1)
Als Jahresauftakt ging es heute auf dem „Burstenbuck“ in der Oase Bickensohl mit dem Freischneiden der Böschung unter der Rebterrasse weiter. Wilde Nussbäume teils entfernen, teils hochasten, und vor allem das Konvolut aus Waldrebe, Brombeere und Goldrute erst einmal komplett abräumen, das ist der Plan. Die Kante ist lang und die Böschung steil, so dass es noch ein paar weitere solche Aktionen brauchen wird. Aber: Jedes freigeräumte Stück ist ein echtes Erfolgserlebnis!




















































