Berichte aus den Oasen: 2026

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Was tut sich in unseren Naturoasen? Was gibt es Neues von der Stiftung?
Hier berichten wir laufend über Aktionen, Entwicklungen und Beobachtungen:

Bochingen, 05./06.06.2026
Tannen und Fichten lichten

Eine Fortsetzungsaktion in der Oase Bochingen, bei der die Kettensägen wieder warmlaufen: Der in mehreren Bereichen natürlich nachkommende Jungwald aus Fichten und Tannen profitiert von weiterer Auslichtung. Unterhalb der Landesstraße bauen wir zur vorausschauenden Verkehrssicherung einen 20 Meter breiten Waldstreifen zu einem Laub-Mischwald um. Hier entfernen wir die nachkommenden Fichten und Tannen und reduzieren damit die spätere Anfälligkeit gegen Borkenkäfer.

Bickensohl, 28.05.2026
Mulchaktion auf der Rebterrasse

Die ehemalige Rebfläche auf dem „Burstenbuck“ entwickelt sich allmählich zur Obstwiese. Um invasive Neophyten, insbesondere Goldrute und Berufkraut, an der Ausbreitung zu hindern, haben wir die Ebene vor deren Blüte mit tatkräftiger und maschineller Unterstützung gemulcht. Nach längerer Trockenheit eine staubige Angelegenheit! Reste der alten Rebanlage, hier ein Konvolut aus Kunststoffdraht, treten bei solchen Gelegenheiten immer wieder zutage.

Lausheim, 27.05.2026
Waldpflegeaktion als „CleanUp Day“

Mit der Firma Gattefossé Deutschland aus Eschbach haben wir deren jährlichen „CleanUp Day“ als Waldpflegeaktion in der Oase Lausheim gestaltet. Neun Mitarbeiter/-innen der Firma, unterstützt von sechs Aktiven der Stiftung, haben entschlossen gegen die Massen von Waldrebe zugepackt, die das natürliche Waldwachstum in einigen Bereichen massiv behindern. Die sehr erfolgreiche Aktion und die gute Zusammenarbeit haben wieder einmal allen Spaß gemacht – daran konnte auch der abschließende Gewitterschauer nichts ändern.

Todtnau, 19.05.2026
Nistkastenspende

Aufmerksam geworden durch den jüngsten Bericht in der Badischen Zeitung über die Stiftung Natur Zuerst und speziell die Oase Enkenstein (BZ-Artikel), spendete ein einschlägig erfahrener Naturfreund aus Todtnau sieben Vogelnistkästen und zwei Fledermauskästen, die wir in den Oasen Huttingen, Lausheim und Bickensohl anbringen werden. Der Spender hatte die Kästen selbst aus Restholz gefertigt, und die Bauweise lässt einige Erfahrung im praktischen Naturschutz erkennen.

Unadingen, 24.03.-13.05.2026
Die letzten Stämme Sturmholz

Eine Unmenge „Sturmholz“, vom Wind geworfene hohe Fichtenstämme, war vom Winter her aufzuarbeiten, und seit Ende Februar waren wir immer wieder dran. In mehreren Aktionen hat unser Löffinger Team in den letzten Wochen noch eine beträchtliche Menge liegender Stämme zersägt und abtransportiert. Teilweise wurde das Stammholz auch geschält, so dass es gefahrlos im Wald verbleiben kann. Am 13.05.2026 konnten wir die Aufarbeitung abschließen. Dies ist freilich nur eine Momentaufnahme, denn nach dem Sturm ist vor dem Sturm.

Bickensohl, 09.05.2026
Wiese statt Goldrute

Zweimal jährlich mähen wir die einstige Obstwiese im „Deglebuch“ in der Oase Bickensohl. Der Bestand an Goldrute, der vor einigen Jahren diese Wiese vollständig eingenommen hatte, geht inzwischen stark zurück, und die Wiese sieht allmählich wieder wie eine Wiese aus. Nach der Mahd mit dem Freischneider haben wir noch die Solitärbäume hochgeastet und in ihrer Anzahl reduziert. Alles bei herrlichem Frühjahrs-Arbeitswetter!

Zell im Wiesental, 25.04.2026
Aktiventreffen

Unter dem Motto „Perspektiven für die Naturoasen“ hat sich heute eine Kerngruppe der Aktiven im „Löwen“ in Zell i.W. zu einem ersten Workshop getroffen. Nach einem Überblicksreferat des Vorstands über die Naturoasen und die Stiftung haben wir gemeinsam an Strukturen gearbeitet, die unser Wirken in den Naturoasen besser zu koordinieren helfen und den Kreis der Aktiven allmählich vergrößern sollen. Eine hochmotivierte Elf, ein überaus konstruktiver Austausch und ein toller Auftakt!

Bochingen, 07./08.04.2026
Auslichten für einen gesunden Mischwald

Waldpflege in der Oase Bochingen bedeutet immer wieder: Sägen, sägen, sägen. In einer zweitägigen Aktion bei voller Frühlingssonne haben wir den Fichten-Tannen-Jungwald weiter aufgelichtet. Die bereichsweise eingebrachten Spitzahorne, Winterlinden und Flatterulmen sind alle gut angewachsen und bereichern die Baumartenvielfalt. Unterhalb der Landesstraße nehmen wir fortlaufend halbwüchsige Nadelbäume heraus, um diesen Streifen allmählich zu einem stabilen Laub-Mischwald zu entwickeln.

Freiburg, 25.03.2026
Vorträge „Lebendige Landschaften gestalten“

Mit dem Untertitel „Wie Agroforstsysteme und Naturoasen die natürliche Vielfalt erhalten“ wurden heute zwei Vorträge zu einem kurzweiligen und informativen Abend kombiniert. Im Rahmen der Vortragsreihe „Mensch und Schöpfung“ der Katholischen Akademie Freiburg und der Musella-Stiftung für eine sozial-ökologische Zukunft referierten Dr. Christopher Morhart zum Thema „Biologische Vielfalt durch Agrofostsysteme“ und Dr. Wolfgang Ambach, der die einzelnen Naturoasen der Stiftung Natur Zuerst und ihren Wert für die Artenvielfalt vorstellte.
Vortragsaufzeichnung der Katholischen Akademie

Bickensohl, 13.03./16.03.2026
Böschungspflege (3)

In der Oase Bickensohl war auf dem „Burstenbuck“ noch das Schnittgut von der letzten Böschungs-Freischneideaktion der Wintersaison zu entfernen. Das feinere Schnittgut haben wir überwiegend dem Feuer übergeben, das wir auf der unteren Nachbarterrasse machen durften. Das restliche Material wurde zu einem weiteren Totholzhaufen aufgeschichtet, der demnächst noch um die dicken, noch zwischengelagerten Stammstücke bereichert werden soll.

Lausheim, 15.03.2026
Lianen kappen, Jungwald pflegen

Große Geflechte aus Waldrebe haben in der Oase Lausheim inzwischen Teile des natürlich nachkommenden Waldes erobert und ziehen sich bis über die Baumwipfel. Heute haben wir in einigen besonders betroffenen Bereichen angegriffen, die Lianen gekappt und heruntergezogen. In gleicher Aktion haben wir den Jungwald weiter ausgelichtet, Neupflanzungen freigestellt und, wie meistens, einige Wuchshüllen dieser Bäumchen repariert.

Unadingen, 27.02./10.03.2026
Sturmholz aufarbeiten

Die Stürme im Spätjahr 2025 hatten in der Oase Unadingen einige weitere hohe Fichten zu Fall gebracht. Jetzt wird es Zeit, das Stammholz aufzuarbeiten, bevor es dem Borkenkäfer im Frühjahr zur ersten Vermehrung in der neuen Saison dienen kann. Unser eingespieltes Team aus Vaihingen hat Ende Februar den Anfang gemacht, mehrere Stämme aufgearbeitet und als Brennholz abtransportiert. Auch am 10.03. hatten wir bestes Arbeitswetter zum Fortsetzen der umfangreichen Aktion.

Ehrenstetten, 28.02.2026
Waldrandpflege

Der malerische Waldrand der Oase Ehrenstetten braucht für seine ökologische Gestaltung regelmäßige Pflege. Von der laufend nachwachsenden Strauchschicht werden jedes Jahr einzelne Abschnitte von mehreren Metern Länge „auf den Stock gesetzt“, so dass wieder ein gebuchteter Saum entsteht Heute haben wir zusätzlich an der unteren Waldecke einer sehr dicht gewachsenen Gruppe von Wildkirsche und Feldahorn durch Auslichten zu gesünderem Wuchs verholfen.

Bickensohl, 20.02.2026
Kirschbäume auslichten

Einige der alten Kirschbäume auf dem „Judenacker“ in der Oase Bickensohl waren längst von den wilden Kirschbäumen im Wuchs überholt worden, die in ihrer Stammnähe aufgegangen waren. Heute haben wir ausgelichtet: Wo die alten veredelten Bäume noch vital waren, haben wir zu ihrer Entlastung umgebende Wildkirschen gefällt. Da die Fläche abgemagert werden soll, verbleibt nur ein Teil des aufgearbeiteten Holzes als Totholz auf der Fläche; der Rest wird Brennholz oder vor Ort verbrannt.

Bickensohl, 14.02.2026
Böschungspflege (2)

Heute gab es kalten Nordwind mit leichtem Regen bei unserer Aktion auf dem „Burstenbuck“. Motorsäge und Freischneider laufen auch bei Regen, und auch das Feuer, mit dem wir das Schnittgut gleich vor Ort entsorgen, brennt nach etwas Zureden. Einige größere Nussbäume kommen bei kunstgerechter, leicht schräger Fällung genau zwischen zwei Rebfeldern zu liegen. Die Akku-Heckenschere erwies sich auf der Böschung als optimal zum flächigen Entfernen von Waldrebe.

Bickensohl, 07.02.2026
Nistkasten- und Gehölzaktion

Auf dem „Judenacker“ in der Oase Bickensohl haben wir die Nistkästen gereinigt: In einem der beiden Wiedehopfkästen hatte letztes Jahr der Star gebrütet; der andere war unbelegt. Von den anderen zehn Nistkästen waren acht zur Brut genutzt worden. In gleicher Aktion haben wir die wild aufgegangenen Nussbäume durch zwei Fällungen weiter reduziert. Von einigen Haselnuss-Sträuchern, die dabei gestreift wurden, wurden ganze Wolken von Blütenstaub aufgewirbelt – nichts für Allergiker!

Bickensohl, 31.01.2026
Böschungspflege (1)

Als Jahresauftakt ging es heute auf dem „Burstenbuck“ in der Oase Bickensohl mit dem Freischneiden der Böschung unter der Rebterrasse weiter. Wilde Nussbäume teils entfernen, teils hochasten, und vor allem das Konvolut aus Waldrebe, Brombeere und Goldrute erst einmal komplett abräumen, das ist der Plan. Die Kante ist lang und die Böschung steil, so dass es noch ein paar weitere solche Aktionen brauchen wird. Aber: Jedes freigeräumte Stück ist ein echtes Erfolgserlebnis!

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